(06151) 403 - 20 09
Silke.Chamierthis is not part of the email@ NOSPAMagaplesion.de

Prof. Dr. med. Guido Woeste
Chefarzt
In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie arbeiten Spezialisten für Erkrankungen des Verdauungstraktes. Behandelt werden Funktionsstörungen, wie sie in allen Organen des Verdauungstraktes vorkommen - vom Hals bis zum Anus.
Unter Allgemein- und Viszeralchirurgie versteht die Medizin die Diagnostik und Operation von Erkrankungen der Bauchorgane, insbesondere die Behandlung gutartiger und bösartiger Erkrankungen von Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Magen, Dünn- und Dickdarm.
Um die Belastung für unsere Patienten möglichst gering zu halten, setzen wir in vielen Bereichen besonders schonende Operationsmethoden ein. Neben den minimal-invasiven Verfahren der „Schlüssellochchirurgie“ kommen neueste Verfahren zur Anwendung.
Durch Kooperation mit anderen Fachabteilungen des Hauses – besonders mit der Inneren Medizin, der Onkologischen Schwerpunktpraxis, der Radiologie etc. – halten wir ein kompetentes und leistungsfähiges Team für die Betreuung unserer Patienten bereit. Zu unserer Klinik gehören das zertifizierte Darmzentrum und das Schilddrüsenzentrum. Zudem sind wir auf dem Weg, uns zum Hernienzentrum zertifizieren zu lassen.
Zum Wohle der Patienten kommen meistens die minimal-invasiven Verfahren (Schlüssellochchirurgie) - auch bei bösartigen Tumoren - zum Einsatz. Diese Operationsmethode ist schonend und belastet den Körper nur wenig. Kleinere Operationen werden im ambulanten Operationszentrum vorgenommen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, insbesondere von Tumoren des Verdauungstraktes. Diese Behandlung erfolgt in enger Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin. Zur Optimierung der Behandlung dieser Erkrankungen dienen das Magen-Darm-Zentrum sowie das integrierte zertifizierte Darmzentrum.
Einen weiteren Schwerpunkt des Krankenhauses stellt die Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie dar. Neben dem etablierten Spektrum an minimal-invasiven und viszeralchirurgischen Eingriffen wird in der Klinik der gesamte Bereich der Operationen an Schilddrüse und Nebenschilddrüse angeboten.
Die Patienten werden in enger Zusammenarbeit und in Absprache mit niedergelassenen Radiologen und Nuklearmedizinern nachbetreut. Außerdem werden gutartige Schilddrüsenerkrankungen operiert und entsprechend nachbehandelt.
Neben Leisten- und Schenkelhernien werden im AGAPLESION ELISABETHENSTIFT auch große Bauchwandhernien operiert. Hier hat sich das Durchführen der Netzverstärkung bei Brüchen durchgesetzt, wobei hinsichtlich des Operationsverfahrens für jeden Patienten die individuelle, auf seine Situation und seinen Bruch zugeschnittene Lösung gesucht wird (konventionell oder minimal-invasiv).
Auch Eingriffe zum Durchführen der Dialyse werden in großem Umfang durchgeführt. Hierzu zählen Shunt-Anlagen, die Implantation von Kathetern und auch die Implantation von Kunststoffprothesen zur Dialyse.
Patienten mit großen Eingriffen in der Bauchhöhle, der Schilddrüse oder der Weichteile sowie Patienten mit Organfunktionsstörungen nach einer Operation können postoperativ auch kurzfristig kompetent und effektiv auf der Interdisziplinären Intensivstation behandelt werden. Chirurgen, Anästhesisten und Internisten behandeln dabei interdisziplinär die Patienten im fachlich abgestimmten Team.
Als 12. Klinik deutschlandweit haben wir im März 2024 das Programm zur Implementierung von Fast-Track erfolgreich abgeschlossen und sind Fast-Track-Zentrum für Kolorektale Chirurgie.
Fast Track ist ein innovatives Konzept, das dank klarer Strukturen eine bessere Behandlungsqualität bei schnellerer Erholung und weniger Komplikationen ermöglicht. Das kommt den Patienten zugute: Bei Fast-Track geht darum, dass der Körper nicht aus dem Gleichgewicht gerät und das Einstellen eines Krankheitsgefühls vermieden wird, indem der Flüssigkeitshaushalt ausgewogen ist, nicht lange gefastet wird, durch die schnelle Mobilisation und durch intensive Betreuung durch Fachkräfte.
Essentiell für das Funktionieren des Fast Track-Konzeptes ist ein multiprofessionelles Team, das Hand in Hand zusammenarbeitet - für das Wohl der Patienten.
FAST-TRACK bedeutet wörtlich übersetzt „schnelle Schiene“. Unter herkömmlicher Behandlung kommt es häufig zu körperlichen Tiefpunkten, aus denen sich Patienten mühevoll herausarbeiten müssen. Die FAST-TRACK Behandlung verringert die Eingriffe in die normalen Körperfunktionen und damit diese Tiefpunkte.
Die Eckpfeiler des FAST-TRACK sind:
• Besserer Ernährungszustand durch kürzere Nüchternheitszeiten und schnellen, verträglichen Kostaufbau.
• Schonendere Operationsmethoden und Anästhesieverfahren.
• Effizientere Schmerztherapie, die eine rasche Mobilität und damit stabile Kreislaufsituation ermöglicht.
• Engere Zusammenarbeit zwischen Patienten, Pflegenden und Ärzten.
• Persönlichere und individuellere Betreuung der Patienten über den Krankenhausaufenthalt hinaus.
Für Sie als Patient hat diese FAST-TRACK Behandlung folgende Vorteile:
• Weniger Schmerzen
• Geringere Übelkeit und schnellere normale Ernährung
• Seltener Komplikationen
• Schneller wieder mobil und selbstständig
• Frühere Entlassung aus dem Krankenhaus
• Persönlichere Betreuung

Wie kam es dazu, dass Sie als Patient ins AGAPLESION ELISABETHENSTIFT gekommen sind?
Patient: „Ich bin griechischer Staatsbürger und lebe seit 1963 in Deutschland. Ich bin hier aufgewachsen. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Vor einiger Zeit wurde bei mir Krebs im Dickdarm diagnostiziert. Das wurde im Rahmen einer Magen-Darm-Spiegelung festgestellt. Der Arzt hat mich dann schließlich überwiesen. Meine Frau und ich haben uns natürlich vorher informiert, welche Kliniken speziell darauf spezialisiert sind, und da ist uns unter anderem das Elisabethenstift ins Auge gesprungen. Ich bin froh, dass ich mich für dieses Haus entschieden habe. Ich habe hier die ganze Prozedur durchlaufen. Glücklicherweise hat sich alles zum Guten gewendet. Derzeitiger Stand ist, dass kein Krebs mehr vorhanden ist. Mir wurde ein Stück Darm entfernt und ich befinde mich auf dem Weg der Besserung.“
Können Sie etwas über den Behandlungsablauf erzählen? Zum Beispiel über die Schulung, die OP oder auch über die Tage danach, insbesondere in Bezug auf das Fast-Track-Konzept? Hatten Sie denn schon einmal etwas darüber gehört?
Patient: „Über das Fast Track-Konzept hatte ich vorher noch nie etwas gehört. Das war das erste Mal, dass ich damit in Berührung gekommen bin. Vor der OP wurden Gespräche geführt. Die Fast Track-Nurse, eine Pflegefachkraft, die auf Fast Track spezialisiert ist, hat mich instruiert. Sie hat eine Schulung mit mir gemacht und erklärt, wie es abläuft und wofür das Konzept da ist. Durch meine anderen Operationen, die in fernerer Vergangenheit liegen, kannte ich es nach einer Operation nur so, dass man viel Bettruhe braucht, und das hat mich hier jetzt sehr überrascht. Die Aussagen von Frau Naujoks (Fast Track-Nurse) haben mich neugierig gemacht, wie es ablaufen wird. Im Vorfeld habe ich die Schulung gemacht. Natürlich war ich gespannt, wie schnell ich auf die Beine komme.
Nach der OP war ich auf der Intensivstation zur Beobachtung, und am folgenden Tag bin ich in mein Zimmer gekommen und habe an der Wand ein großes Plakat gesehen, das Frau Naujoks aufgehängt hat mit den ganzen Instruktionen, um schneller auf die Beine zu kommen. Alles, was man dafür braucht, um das Genesen voranzutreiben, steht auf diesem Plakat. Jedes Mal, wenn ich die Augen geöffnet habe, habe ich dieses Plakat durchgelesen und versucht, mich daran zu halten.
Ich finde, dieses Fast-Track-Konzept ist sehr gut geeignet dafür, die Leute zu motivieren und sich selbst somit auch. Noch dazu musste ich täglich ein extra dafür konzipiertes Fast Track-Tagebuch ausfüllen und das hat mir eine positive Haltung gegenüber meiner Genesung gegeben. Die OP ist eine Woche her und trotzdem fühle ich mich super.“
Ab wann konnten Sie wieder normal essen oder auch aufstehen?
Patient: „Einen Tag nach der OP konnte ich schon essen und ich habe sogar schon ein paar Runden gedreht.“
Wie lief es mit dem Schrittzähler, den Sie von uns bekommen haben?
Patient: „Frau Naujoks hat mir in mein Tagebuch auch noch Schritte reingeschrieben, die ich jeden Tag laufen sollte. Die Schrittanzahl konnte ich nicht immer erreichen, aber trotzdem bin ich dadurch mehr in Bewegung gekommen. Manchmal habe ich mehr geschafft, als im Tagebuch stand, und manchmal auch weniger.“
Könnten Sie bitte noch erklären, was das mit der Schnitzeljagd auf sich hat?
Patient: „Ja, na klar. Frau Naujoks hatte eine Schnitzeljagd vorbereitet. Dadurch wollte sie, dass wir laufen und uns bewegen. Sie hat sich kleine Rätsel über das Haus ausgedacht und hat es somit spielerisch verpackt. So hat sie Bewegung mit Spaß kombiniert. Ich habe am Ende noch einen Gutschein für die Krankenhaus-Cafeteria gewonnen und meine Kinder waren da. Die haben da auch gerne mitgemacht. Das hat uns allen viel Spaß gemacht.“
Hätten Sie damit gerechnet, dass Sie so früh wieder mobil sind und so früh wieder nach Hause gehen können?
Patient: „Gerechnet habe ich nicht damit. Ich war sehr überrascht. Sie haben mich schnell auf die Beine gebracht. Dafür bin ich sehr dankbar.“
Wie fühlen Sie sich heute? Fühlen Sie sich bereit für Ihre heutige Entlassung?
Patient: „Ja, völlig bereit. Ich fühle mich fit. Ich bin mobil. Ich kann laufen. Ich kann nur nicht springen und schwer heben; das darf ich noch nicht. Ich freue mich auf mein Zuhause. Ich verlasse die Klinik mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das Personal war klasse. Ich habe mich hier sehr wohl und verstanden gefühlt.“
(Patient: 5. von rechts im Bild, zusammen mit Prof. Woeste, 4. von rechts und Frau Naujoks, Fast Track-Nurse, 6. von rechts und Vertretern des multiprofessionellen Teams am AGAPLESION ELISABETHENSTIFT)

Die moderne Medizin entwickelt sich stetig weiter – mit dem Ziel, Operationen für Patientinnen und Patienten immer sicherer, schonender und erfolgreicher zu machen. Ein Beispiel für diesen Fortschritt ist ArtiSential, ein innovatives chirurgisches Instrument des Medizintechnikunternehmens LivsMed. Es ermöglicht Ärztinnen und Ärzten, bei minimalinvasiven Eingriffen noch präziser und flexibler zu arbeiten. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: kleinere Schnitte, weniger Schmerzen, geringeres Risiko für Komplikationen und eine schnellere Genesung.
ArtiSential ist ein hochmodernes chirurgisches Instrument, das die Bewegungen der Hand des Operateurs in Echtzeit nachahmt – ähnlich wie ein Handgelenk. Während herkömmliche starre Instrumente nur begrenzte Bewegungen zulassen, kann die Spitze von ArtiSential in alle Richtungen bewegt und sogar abgewinkelt werden. Dadurch können auch schwer zugängliche Stellen im Körper sicher und präzise erreicht werden.
Der besondere Vorteil für Patientinnen und Patienten liegt darin, dass Eingriffe noch schonender durchgeführt werden können. Weniger Zug am Gewebe, präzisere Schnitte und eine bessere Sicht auf den Operationsbereich führen zu einer insgesamt sichereren und effektiveren Behandlung.
Bei klassischen offenen Operationen sind große Hautschnitte notwendig, um den betroffenen Bereich gut einsehen und behandeln zu können. Das belastet den Körper stark, führt oft zu mehr Schmerzen und verlängert die Heilungszeit.
Die minimalinvasive Chirurgie – auch „Schlüssellochchirurgie“ genannt – geht einen anderen Weg: Ärztinnen und Ärzte arbeiten mit sehr feinen Instrumenten, die über kleine Hautschnitte eingeführt werden. Eine Kamera überträgt das Bild in hoher Auflösung auf einen Monitor, sodass der Operationsbereich genau sichtbar ist. Für Patientinnen und Patienten bringt das viele Vorteile: kleinere Narben, weniger Schmerzen nach der OP, geringeres Infektionsrisiko und eine deutlich kürzere Erholungszeit.
ArtiSential macht diese Art von Operationen noch präziser und sicherer, weil es den Ärztinnen und Ärzten Bewegungsmöglichkeiten gibt, die bisher entweder nur bei offenen Operationen oder mit aufwendigen Robotersystemen möglich waren.
ArtiSential vereint mehrere technische Besonderheiten, die es für die Chirurgie so wertvoll machen:
Diese Eigenschaften machen ArtiSential zu einer echten Alternative zu großen Robotersystemen.
Auch für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte bringt ArtiSential viele Vorteile:
Diese Vorteile machen die Arbeit für das gesamte OP-Team einfacher – und kommen damit letztlich direkt den Patientinnen und Patienten zugute.
Für die Patientinnen und Patienten sind die positiven Effekte besonders spürbar:
All diese Vorteile tragen dazu bei, dass die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten nach einer Operation deutlich verbessert wird.
ArtiSential wird bereits in über 50 Kliniken in Deutschland eingesetzt und hat sich in mehr als 2.000 Operationen bewährt. Es steht in verschiedenen Größen zur Verfügung, sodass es in vielen Fachrichtungen genutzt werden kann.
Auch das Training für Chirurginnen und Chirurgen ist effizient: Mit speziellen Übungsgeräten können sie die Handhabung rasch erlernen. So wird sichergestellt, dass die Vorteile der Technik ohne lange Einarbeitungszeit zum Einsatz kommen.
ArtiSential als Alternative zur Robotik
Robotische Systeme bieten viele Vorteile, sind jedoch teuer und benötigen oft spezielle Umgebungen sowie längere Vorbereitungszeiten. ArtiSential bietet ähnliche Bewegungsfreiheit, erfordert aber keine zusätzlichen Investitionen. Gleichzeitig bleibt der Tastsinn der Ärztinnen und Ärzte erhalten – ein entscheidender Faktor für die Sicherheit während der Operation.
ArtiSential eröffnet neue Möglichkeiten in der Chirurgie: Schonendere Operationen, schnellere Genesung und mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten. Für Kliniken und Ärztinnen ist es eine leicht einsetzbare und gleichzeitig hochpräzise Technologie, die heute schon erfolgreich in vielen Fachbereichen genutzt wird.
Damit steht ArtiSential für die Zukunft der Chirurgie – präzise, innovativ und patientenorientiert.
Weitere Arztvorträge (Videos) finden Sie hier: AGAPLESION ELISABETHENSTIFT | Veranstaltungen (agaplesion-elisabethenstift.de)