Psychische Störungen im Alter - Lassen sich Demenz und Depression verhindern?

21. Januar 2020

Mit dem Alter steigt das Risiko für Demenzerkrankungen. Im Alter häufig auftretende chronische Erkrankungen (Herzerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck) erhöhen zudem das Risiko für das Auftreten von Depressionen bei Älteren.

Insbesondere auch pflegende Angehörige sind durch die deutlich erhöhte chronische Stressbelastung anfällig für körperliche und psychische Erkrankungen. Das gilt im Besonderen bei der Pflege von Menschen mit Demenz. Der Vortrag stellt dar, wie wir durch unser Verhalten aktiv dem Auftreten psychischer Störungen entgegenwirken können. Denn sogenannte Resilienz- und Vulnerabiltätsfaktoren (z.B. Bildung, körperliche und geistige Aktivität, soziales Netz, chronischer Stress, vaskuläre Risikofaktoren, Ernährung) spielen für die Demenzentwicklung eine wichtige Rolle. Und bekannt ist mittlerweile: Durch eine konsequente, präventive Beeinflussung dieser Faktoren ließe sich das Demenzrisiko in der Bevölkerung um bis zu 35 Prozent senken. Auch pflegende Angehörige müssen präventiv stärker als bisher in den Blick genommen werden, um die Lebensqualität zu verbessern und stressbedingte Erkrankungen möglichst zu vermeiden.

Datum: 21. Januar 2020, 18 Uhr

Veranstaltungsort: Stiftssaal in der Stiftskirche, Erbacher Straße/Ecke Stiftstraße

Refernt: Prof. Dr. med. Andreas Fellgiebel, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie