Ehrenamtliche gesucht - AGAPLESION ELISABETHENSTIFT bietet Qualifizierungskurs

23. Mai 2017

„Wenn Du etwas für dich tun willst, dann tue etwas für andere“, ein einfacher Tipp aus der Glücksforschung. Dass das stimmt, kann Dietlinde Wiese bestätigen. Sie ist eine von 20 Grünen Damen im AGAPLESION ELISABETHENSTIFT. „Ich bekomme sehr viel zurück und habe noch nie etwas Negatives erlebt. Es ist ein Geben und Nehmen“, sagt sie. Dienstagsmorgens um 9 Uhr öffnet sie die erste von 36 Zimmertüren auf der Station der Inneren Klinik und wünscht fröhlich einen „Guten Morgen“. Sie stellt sich kurz vor, schaut, wer sich etwas unterhalten möchte, etwas aus der Cafeteria braucht, hilft beim Brötchenschmieren oder füllt den Wasserkrug auf. „Die meisten freuen sich über ein kurzes Gespräch.“ Denjenigen, die als Notfall eingeliefert wurden, und keine Gelegenheit zum Packen hatten, holt sie einen Schlafanzug aus der Kleiderkammer oder ein Buch aus der Bibliothek. „Ich habe viele nette Menschen kennengelernt und viele gute Gespräche geführt.“

Auf Ihre Rente hat sich die 72-Jährige vorbereitet. Ihr war es wichtig, auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben eine sinnvolle Aufgabe zu übernehmen. Von einer Bekannten hörte sie von den Grünen Damen und war sofort angetan. „Man braucht Empathie“, erklärt sie eine Grundvoraussetzung für diese Tätigkeit. Und: „Man sollte bereit sein, sich Zeit zu nehmen. Meine Runde dauert so lange, wie sie eben dauert.“ Rund drei Stunden braucht sie, bis sie alle „ihre“ Patienten versorgt hat.

Etwa 60 Ehrenamtliche unterstützen im AGAPLESION ELISABETHENSTIFT. Eingesetzt sind sie bei den Grünen Damen, aber auch im Getränkeservice, der Wartende versorgt, im Café Freiraum, einer Begegnungsstätte für Demenzkranke, als Mobilitätshelfer bei den Physio- und Ergotherapeuten, im Empfangsbereich und bei der Betreuung von Menschen mit Demenz.

Da es viele Einsatzgebiete gibt, wird immer wieder nach Ehrenamtlichen gesucht. Am 29. Juni startet ein „Grundkurs Ehrenamt“, der Freiwillige fit machen soll, für ihren Einsatz. Themen, die behandelt werden sind: Alterungsprozesse und Krankheitsbilder, Demenz, Kommunikation, Hygiene und einiges mehr. Der Kurs erstreckt sich über sieben Termine (29. Juni, 6. Juli, 13. Juli, 20.Juli, 27. Juli, 3. August und 10. August) jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr. „Menschen, die an unserem Kurs teilnehmen verpflichten sich nicht, bei uns als Ehrenamtliche zu arbeiten“, erklärt Marita Schulte-Klein, die Ehrenamtskoordinatorin am ELISABETHENSTIFT ist und damit zuständig für die Betreuung der Ehrenämtler. Sie unterstützt auch bei Fragen und Problemen. Es gibt regelmäßige Treffen, Fortbildungen und einen Stammtisch, an dem sich einmal im Monat alle Ehrenamtlichen treffen. Alle Ehrenamtlichen bekommen ihr Fahrgeld ersetzt und es besteht die Möglichkeit für eine Aufwandsentschädigung.

Wer Interesse an dem Grundkurs Ehrenamt hat, wird gebeten, sich bei Marita Schulte-Klein (Telefon 06151/ 403 5211/12, Email-Adresse ) oder Andrea Fröhlich (Telefon 06151/ 4037610, Email-Adresse ) zu melden.